Diese SACD kommt ohne eines der berühmten Hauptwerke des großen Ungarn aus, macht dafür aber in unübertrefflich hoher Wiedergabequalität auf einige Nebenzweige seines Schaffens aufmerksam.
| Béla Bartók – Suite für großes Orchester Nr. 1 op. 3, Zwei Bilder op. 10, Tänze aus Siebenbürgen für Orchester, Ungarische Bauernlieder für Orchester |
Sein wahres Gestaltungsvermögen als Dirigent kann der Bartók-Experte Zoltán Kocsis – schon als Pianist innerhalb seiner Generation dessen größter Interpret – erst in den späteren Werken ausspielen, in denen sein früher Personalstil voll ausgebildet erscheint: Die „Zwei Bilder“ op. 10 stehen ganz unter dem Einfluss der Pentatonik, die bei Claude Debussy und in der von Bartók eifrig gesammelten Bauernmusik gleichermaßen eine zentrale Rolle spielt. Seine späteren Bühnenwerke „Herzog Blaubarts Burg“ und „Der holzgeschnitzte Prinz“ bilden weit bekanntere Zeugnisse dieser durch ihre geheimnisvollen Klangfarben faszinierenden Phase.
Einem Wunsch seines Verlegers Universal Edition folgend, hat Bartók in den frühen dreißiger Jahren von einer Reihe zwanzig Jahre früher niedergeschriebener, durch zahlreiche Vortragsabende populär gewordener Klavierwerke Orchestrierungen angefertigt; dass dabei höchst effektvolle showpieces entstanden, steht außer Zweifel. Die auf der Sonatine von 1915 basierenden drei Transsylvanischen bezihungsweise Siebenbürgischen Tänze (Spieldauer: 4 Minuten) etwa drängen sich als Zugabe für ein auswärts gastierendes ungarisches Orchester geradezu auf.
| Interpretation | 95% |
| Repertoirewert | 100% |
| Béla Bartók |
|---|
| Suite für großes Orchester Nr. 1 op. 3 Zwei Bilder op. 10 Tänze aus Siebenbürgen für Orchester Ungarische Bauernlieder für Orchester (Bartók New Series Vol. 5) |
| Ungarische Nationalphilharmonie, Ltg.: Zoltán Kocsis |
| Hungaroton HSACD 32505 (Vertrieb: Klassik Center Kassel) |
| TT: 64‘24 |











