Der 1958 im Alter von 33 Jahren an einem Krebsleiden verstorbene Russe Julian Sitkovetsky, eine der großen Geigerpersönlichkeiten eines Landes, das an Virtuosen nicht nur dieses Instruments wahrlich nicht arm war und ist, hinterließ nur wenige Plattenaufnahmen. Die allerdings sind zum großen Teil nicht zuletzt als Downloads verfügbar, was dafür spricht, dass die Kunst dieses Geigers die Musikwelt immer noch berührt.
| Pristine Audio download twenty-nine: Julian Sitkovetsky spielt Sibelius und Paganini |
Julian Sitkovetsky, von dem David Oistrach sagte, er hätte ihn und Kogan in den Schatten gestellt, hätte er nur länger gelebt, vereinigte in seinem Geigenspiel mit technischer Brillianz und enormer Klangfülle einige der besten Qualitäten der russischen Schule. Hinzu kam ein individuelles Rubato und mit David Oistrachs Worten „ein voller, stabiler, fokussierter Ton in sämtlichen Registern, eine lupenreine Intonation, ein schnelles gleichmäßiges Trillern, ein perfekt kontrolliertes Stakkato, kräftige, makellose Obertöne, und ein gleichmäßiges, klares Sautillé“. Die von Pristine Classic vorgelegten Konzerte von Sibelius und Paganini legen ein beredtes Zeugnis ab von dieser Charakterisierung und Wertschätzung eines David Oistrach, der seinerseits das Sibelius-Konzert in epochemachenden Aufnahmen hinterlassen hat, denen die Aufnahme Sitkovetskys mit einem eleganteren, weniger düsteren Ansatz nicht nachsteht, sondern vielmehr eine gleichwertige Alternative darstellt, wie unser Download des dritten Satzes eindrücklich unter Beweis stellt. Vergleichbar meisterhaft gelingt Sitkovetsky das Paganini-Konzert, dem man als angemessene Partner auch hier die Tschechischen Philharmonkier gewünscht hätte, mit denen der Geiger auf der von Andre Rose wie stets genial remasterten Sibeliusaufnahme musiziert.
Zu seinen Remastering hat Andrew Rose folgenden Kommentar verfasst:
Die Aufnahme des Sibeliuskonzerts mit Julian Sitkovetsky erreichte mich als Bestandteil einer Sammlung von Schallplatten, die von Dr. John Duffy im Rahmen des Pristine Classical Audio Streaming Angebots digitaliert worden sind, zusammen mit einer weiteren Aufnahme des Geigers mit den Tschechischen Philharmonikern unter Anossov. Der Name Sitkovetsky erinnerte mich daran, dass ich vor einigen Jahren eine Aufnahme veröffentlichen konnte, die sein Sohn Dmitry Sitkovetsky, ebenfalls ein weltweit bekannter Geiger, anlässlich eines Live-Konzerts mitschnitt, und als ich die Aufnahme hörte, nahm ich mir vor, mehr über diesen Geiger in Erfahrung zu bringen.Leider existieren nur wenige Aufnahmen mit Julian Sitkovetsky, und einige von diesen, die erhalten geblieben sind, zeichnen sich durch eine mäßige technische Qualität aus. Zum Glück stellte sich heraus, dass die beiden vorliegend präsentierten Konzertaufnahmen ausreichend gut aufgenommen und erhalten geblieben waren, um das Potential eines 32-Bit XR Remastering voll nutzen zu können. Ungeachtet von dem einen oder anderen Oberflächengeräusch auf den Exemplaren der Supraphon-Platten von Dr. Duffy , das ich erfolgreich bekämpfen konnte, und abgesehen vom nicht immer edlen Klang des Moskauer Jugendradiosinfonieorchesters, kommt Sitkovetskys Geigenspiel, das stets Anlass zur Freude gibt, in diesen Aufnahmen gut zur Geltung.
| Interpretation | 100% |
| Editorischer Wert | 100% |
| Pristine Classical Download twenty-nine: Julian Sitkovetsky spielt Sibelius und Paganini |
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| SIBELIUS Violinkonzert d-moll, Op. 47 Aufnahmedatum 1953, Prag Tschechische Philharmonie Dirigent Nikolai Anossov |
| PAGANINI Violinkoncerto Nr. 2b-moll, Op. 7 Aufnahmedatum 1955, Moskau Moskauer Jugendradiosinfonieorchester Dirigent Mark Pavelman |
| Julian Sitkovetsky violin |
| TT: 58'34 |
| PASC290 |
| Download 16 und 24 Bit FLAC und als CD |

![]() Sibelius Violinkonzert 3. Satz ca. 33,6 mb (flac) |












